Schulung bei Krav Maga Legende und ehemaligem IDF-Chefausbilder Amnon Maor
(Inklusive Omelette, Espresso und einer ausgequetschten Zitrone.)
„Wenn eine Technik länger als zwei Sekunden braucht, ist sie zu langsam.“
Amnon Maor

Michael unter Beobachtung von Amnon Maor
Ein Satz wie ein Schlag. Klar, kompromisslos und auf den Punkt.
Und genau so war auch das Seminarwochenende mit Amnon Maor.
In der Krav Maga Welt gibt es viele Instruktoren und unzählige Interpretationen. Aber nur wenige Namen stehen wirklich für Substanz, reale Erfahrung und konsequente Weiterentwicklung. Amnon Maor gehört genau in diese Kategorie. Als ehemaliger Chefausbilder der Israel Defense Forces (IDF) und Trainer von Spezialeinheiten der israelischen Grenzpolizei hat er Krav Maga nicht nur unterrichtet. Er hat es unter realen Bedingungen weiterentwickelt, geschärft und auf das reduziert, was unter maximalem Stress tatsächlich funktioniert.
Viele Systeme basieren auf Tradition, festen Abläufen oder einstudierten Reaktionen. Maors Ansatz basiert auf Realität. Seine Techniken entstehen nicht aus Theorie, sondern aus einer radikalen Frage:
Was funktioniert wirklich?
Alles Überflüssige wird konsequent entfernt. Es gilt, was wirkt.
Kein unnötiger Ballast. Keine künstliche Komplexität. Keine Verwirrung. Nur Funktion.
Genau das macht seinen Ansatz so besonders. Maor gehört zu den Ausbildern, die bestehende Techniken nicht einfach bewahren, sondern hinterfragen, überprüfen und weiterentwickeln. Sein Fokus liegt darauf, Krav Maga an moderne Bedrohungsszenarien anzupassen. Schneller, direkter, kompromissloser.
Was ihn besonders macht, ist nicht nur, was er lehrt, sondern wie er denkt. Seine Prinzipien sind radikal einfach, radikal ehrlich und genau deshalb so effektiv.
Im Seminar ging es um einfache Prinzipien. Um Techniken, die auch gegen größere und schwerere Angreifer funktionieren. Um minimalistische, schnelle Bewegungen, die ohne unnötigen Kraftaufwand auskommen. Teilweise erinnerte mich das an Small Circle Jiu Jitsu. Nicht äußerlich, sondern in der Klarheit und Reduktion. Vieles baute auf natürlichen Muskelreflexen auf. Nicht auf schönen Bewegungen. Sondern auf solchen, die unter Druck abrufbar bleiben.
Einen Schönheitspreis gewinnen diese Techniken sicher nicht.
Aber den braucht es in der Realität auch nicht.
Es geht nicht darum, „schön“ zu kämpfen. Es geht darum, einen Angreifer sofort zu destabilisieren, Handlungsspielraum zurückzugewinnen und die Situation schnellstmöglich unter Kontrolle zu bringen.
Vielleicht fragt sich der eine oder andere:
„Du bist doch schon seit 1993 auf der Matte. Warum gehst du noch immer auf Seminare?“
Die Antwort ist einfach: Weil Stillstand im Bereich Selbstverteidigung gefährlich ist. Echte Entwicklung passiert nur dann, wenn man bereit ist, das eigene Ego draußen zu lassen und von Menschen zu lernen, die unter realen Bedingungen gearbeitet haben. Menschen wie Amnon Maor vermitteln nicht nur Techniken. Sie vermitteln Denken, Haltung und Entscheidungsfähigkeit unter Druck.
Auch wenn ich viele der Inhalte und Techniken bereits kannte, nehme ich jedes Mal etwas mit. Manchmal ist es keine komplett neue Technik, sondern eine kleine Veränderung mit großer Wirkung. Eine Nuance, die etwas noch effektiver macht. Ein Detail, das hilft, eine Technik noch klarer zu erklären. Genau diese kleinen präzisen Verbesserungen machen auf Dauer den Unterschied.
Und ja: Ich liebe es einfach.
Ich liebe Kampfkunst.
Ich liebe Selbstverteidigung.
Ich liebe es, neue Menschen kennenzulernen und mich weiterzuentwickeln.

Selbstverteidigung. Punkt.
Abschlussgedanke
MINEMA ist kein Krav Maga. Das ursprüngliche israelische Krav Maga wurde für militärische Zwecke entwickelt. Zur Terrorabwehr, unter Einsatz von Waffen und unter völlig anderen Rahmenbedingungen. Das ist nicht unsere Realität. Wir arbeiten mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im zivilen Alltag. Wir tragen keine Schusswaffen. Wir trainieren keine militärischen Einsatzszenarien. Das müssen wir auch nicht.
Was wir bei MINEMA vermitteln, ist reale Selbstverteidigung für das echte Leben. Und genau deshalb entwickeln wir uns ständig weiter. Wir besuchen Seminare. Wir lernen von den Besten der Welt. Wir hinterfragen, prüfen, verwerfen und integrieren. Denn eines ist für uns klar: Stillstand gibt es nicht.
Bruce Lee hat dieses Prinzip einmal perfekt auf den Punkt gebracht. Er selbst lernte bei Ip Man Wing Chun und entwickelte daraus später sein eigenes System, Jeet Kune Do, mit einem zeitlosen Grundsatz:
„Nimm an, was nützlich ist. Lass weg, was unnütz ist. Und füge das hinzu, was dein Eigenes ist.“
Bruce Lee
Genau diesen Anspruch leben wir bei MINEMA. Nicht Tradition um der Tradition willen. Nicht Technik um der Technik willen. Sondern das, was funktioniert. Für echte Menschen. In echten Situationen.
Wir nehmen an, was nützlich ist. Wir lassen weg, was unnütz ist. Und wir fügen hinzu, was unser Eigenes ist.
Das ist MINEMA: Kampfkunst, Selbstverteidigung und Persönlichkeitsentwicklung für Menschen.
Und genau deshalb gehen wir auf viele verschiedene Seminare.
Und was es mit dem Omelette, dem Espresso und der ausgequetschten Zitrone auf sich hat …
das erzählen wir dir dann persönlich auf der Matte.
