Pflichtbewusstsein

Was bedeutet eigentlich Pflichtbewusstsein? 

Zum Beispiel: Disziplin. Und Teil-Bedeutung von Disziplin ist Ordnung. In unserem Unterricht gibt es zum Beispiel diese Disziplinen (Unterordnungen): Dehnübungen, Selbstverteidigung, Kampf, Meditation etc. Diese Einheiten helfen uns, den Oberbegriff Kampfkunst zu gliedern. Im Prinzip ist mit Disziplin ein auf Ordnung bezogenes Verhalten gemeint. Die Ordnung, die wir unseren Schülern vermitteln, lautet: „Disziplin bedeutet, alles jedes Mal ein bisschen besser zu machen.“

Disziplin kann für Kinder lohnenswert sein und ihnen zu dem Gefühl verhelfen, ihr Leben unter Kontrolle zu haben. Entscheidend ist die Frage, für welche Werte Disziplin eingesetzt wird. Ein Beispiel: Ein Kind sieht, wie einer Frau die Geldbörse aus der Tasche fällt. Die Frau bemerkt es nicht und geht weiter. Das Kind bückt sich, hebt die Geldbörse auf und läuft der Frau hinterher, um sie ihr zu geben. Es handelt nicht so, weil es Angst hat, erwischt zu werden, wenn es das Geld an sich nimmt. Das Kind hat vielmehr gelernt, dass Ehrlichkeit wie eine Disziplin funktioniert, ein gewisser Ehrenkodex, an den alle in der Familie sich halten.

Und damit sind wir beim nächsten Thema: Selbstbeherrschung. Diese ist eine grundlegende Fähigkeit, die es uns erst möglich macht, in unserer Gesellschaft zu leben. Im täglichen Leben werden wir ständig auf die Probe gestellt, müssen das Verlockende lassen und das Unangenehme tun. Nicht selten hängt unser Erfolg davon ab, ob wir Willensstärke zeigen, doch nicht immer können wir widerstehen. Deshalb ist es wichtig, immer wieder positive Selbstgespräche zu führen.

Wir bringen den Kindern bei, wie sie sich ihr Handeln und die Belohnung vor Augen führen, die sie erhalten, wenn sie durchhalten. In der Kampfkunstwelt ist es vielleicht das Erreichen des nächsten Gürtels. Und auch im Alltag warten Belohnungen, wenn man nur genügend Selbstbeherrschung hat bzw. pflichtbewusst handelt.

Pflichtbewusstseinstipps

Hier ein paar Auszüge unserer Pflichtbewusstseinstipps: Unsere Schüler formulieren für sie wichtige und lohnenswerte Ziele. Unsere Schüler lenken ihren Blick auf das, was sie erreichen möchten. Unsere Schüler räumen vorhersehbare Hindernisse aus dem Weg. Unsere Schüler malen sich aus, wie gut es ihnen seelisch und körperlich geht, wenn sie ihr Ziel erreicht haben. Unsere Schüler vertrauen darauf, dass sie die Kraft haben, ihr Ziel zu erreichen. Unsere Schüler konzentrieren sich auf den Augenblick, denn einen Augenblick, etwas zu tun, was ihnen nicht gefällt, können sie ertragen. Unsere Schüler akzeptieren, dass es Aufgaben gibt, die keinen oder keinen allzu großen Spaß  machen. Manche Sachen muss man einfach machen. Pflichtbewusstsein ist ein wertvoller Bestandteil der Schwarzgurteinstellung. So einfach.