Mobbing: Umgang mit dem Täter

Häufig gestellte Fragen zum Thema Mobbing.

⚠️ Do´s und don´ts für Eltern, Lehrer und Erzieher über den richtigen Umgang mit dem Täter ⚠️

Weil das Thema so wichtig ist, erklären wir häufig, wie sich Kinder vor Mobbing schützen können. Wie gut das funktioniert erleben wir immer wieder durch positive Rückmeldungen. Ein Beispiel: „Heute war es voll cool in der Schule. Der Typ, der mich immer mobbt und schlägt, ist heute in der Pause wieder voll auf mich zu und wollte mich prügeln. Ich habe das gemacht, das ich bei MINEMA gelernt habe. Ich habe ihn voll laut angeschrien: Ich will, dass du mich sofort in Ruhe lässt! Das hat der strengste Lehrer der ganzen Schule gehört und hat den voll geschimpft. Der ärgert mich nie mehr wieder.“  . Wie wir als Erwachsene mit diesem Thema umgehen sollten, erklären wir in den Elternabenden. Oft wird von den Eltern vorgeschlagen, den Täter hart zu bestrafen. Dass das Täterverhalten in keinster Weise toleriert werden darf und auch Konsequenzen haben muss, ist selbstverständlich, jedoch ist der richtige Umgang in dieser Situation sehr viel komplexer.

Häufige Fehler von Eltern, Lehrern und Erziehern und wie man sie vermeidet:

🚫 Den Täter nur noch als Täter sehen und vergessen, dass dieses Kind auch ein Opfer ist. 

✅ Kein Kind wird als Täter geboren. Auch dieses Kind hat Hilfe verdient, schon allein um auch zukünftige Taten (als Erwachsener) zu verhindern.

🚫 Bei verstecktem Mobbing mit unbekanntem Täter, die gesamte Klasse unter Druck setzen (Bedrohung und Sippenhaft). „Wenn sich in drei Tagen der Täter nicht meldet, darf niemand ins Schullandheim fahren.“ . Die Auswirkungen auf die Klassengemeinschaft sind destruktiv, das gegenseitige Misstrauen wächst und es leidet der Unterricht und die Leistungen der Schüler. 

✅ Besser ist es, in Sitzkreisen (Gesprächskreise) durch gezielte Fragestellungen die emphatische Wahrnehmung von Kindern positiv zu beeinflussen. 

🚫 Den (unbekannten) Täter in die Ecke drängen und mit Strafandrohungen unter Druck setzen. Hiermit wird kein Problem gelöst, sondern nur verlagert. 

✅ Dem Täter einen Ausweg zu bieten: „Melde dich bei der Sozialarbeiterin, wir werden das in Ruhe besprechen und eine gemeinsame Lösung finden.“, ohne an den Pranger zu stellen. 

➡️ Wer als Kind schon Hilfe erfährt, die er braucht, hat die Chance auf ein erfülltes und glückliches Leben, im Einklang mit den gesellschaftlichen Normen und sozialen Regeln. Wer profitiert davon? Wir alle!

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Unser Workshop-Überblick „Schluss mit Mobbing“

Der Zweck dieses Programms ist es, Kindern aller Altersstufen bei der Überwindung von negativen Auswirkungen aufgrund von Mobbing zu helfen. Im Rahmen dieser Maßnahme sollen die Teilnehmer folgendes lernen:

🤔 Bewusstsein – wie erkenne ich das Verhalten eines Tyrannen

✋🏼 Vermeidung – realistische Möglichkeiten zur Verhinderung, selber tyrannisiert zu werden

✋🏼 Durchsetzungsfähigkeit – wie Mobbing gestoppt wird

🎯  Ziel des Programms ist es, das Mobbing-Verhalten und seine Auswirkungen zu minimieren. Es kommen Bestandteile wie Rollenspiele, Diskussionen in kleinen Gruppen und Empathie-Training zum Einsatz.

Der Workshop ist in vier Lektionen aufgeteilt und kann als einzelne Bestandteile in mehrere Trainingseinheiten eingebaut oder als Intensiv- Workshop im Rahmen einer drei bis vierstündigen Aktion, durchgeführt werden.

➡️ Lektion 1 – Was ist Mobbing? Wieso wird gemobbt? Warum ist es schlecht, andere zu mobben?

Mobbing ist, wenn ein Mensch versucht, absichtlich und wiederholt, einen anderen Menschen durch Worte oder Taten zu verletzen. Mobbing ist keine einmalige Sache, wie ein Streit oder eine Meinungsverschiedenheit zwischen zwei Freunden oder Mitschülern.

➡️ Lektion 2 – Was sollten wir tun / was sollten wir nicht tun, wenn wir feststellen, dass andere Personen gemobbt werden

Man kann immer etwas dagegen tun, und je mehr Menschen sich dagegenstellen, umso weniger wird gemobbt. Wir zeigen Wege. Mitmachen und / oder zuschauen ist keine Alternative.

➡️ Lektion 3 – Wie sollten wir mit Mobbing umgehen?

Hier gehen wir auf „Die fünf Regeln der persönlichen Sicherheit“ ein, und diese sind: Nutze deinen Verstand! Nutze deine Worte! Nutze deine Beine! Bitte um Hilfe! Verteidige dich!

➡️ Lektion 4 – Mobben

Was kannst du tun, anstelle zu mobben? Du kannst damit anfangen, ein Freund zu sein. Ein Freund ist jemand, der sich durch gute Taten auszeichnet. Er ist genau das Gegenteil eines Tyrannen. Du wirst sehen, dass Stärke und Freundlichkeit einen Freund ausmachen. Wirkliche starke Menschen sind freundlich und jederzeit wie ein Kumpel.

Dieses Programm wurde für die Anwendung in der Schule, der Nachbarschaft und der Freizeit konzipiert. Wichtig bei der Durchführung des Workshops ist , dass wir die Kinder in die Handlungen einbinden. Schüler, vor allem junge Schüler, lernen schneller und behalten Informationen länger und effektiver in Erinnerung, wenn sie selber an den Handlungen beteiligt sind. Um die Kinder aktiv in das Programm zu integrieren, stellen wir Fragen und üben mit Rollenspielen. Die Schüler dürfen und sollen auch ihre persönlichen Erfahrungen in den Unterricht einbringen.

Wir beenden Mobbing. Und du?

➡️ Hier finden Sie unsere Schulinformationsmappe: „Schluss-mit-Mobbing“ ⬅️